Browsergames
Browsergames, oder zu Deutsch Browserspiele, sind
Onlinespiele, welche in einem Webbrowser gespielt werden.
Dementsprechend braucht ein User nur einen Internetzugang und einen
Browser. Zumeist sind es Multiplayermodusgames, die wie der Name
schon verrät, von mehreren Online-Usern gleichzeitig und
gegeneinander gespielt werden können. Diese Spiele werden
hauptsächlich mit Eingabefelder und Text gespielt, weshalb sie oft
keine herausragenden grafischen Merkmale, wie 3D, aufweisen. Grafik
wird bei den Usern nur als dekorative Nebensache betrachtet. Wobei
der Trend in den letzten Jahren hin zu immer aufwendigeren Grafiken
geht, wie bei Renn- und Echtzeitstrategiespiele. Durch diesen
grafischen Fortschritt schließen Browserspiele immer mehr zu
üblichen Computerspielen auf und bleiben dabei jedoch weiterhin
kostenlos! Beispiele für solche Browsergames sind "DarkOrbit",
"Travianer", "XBlaster" oder "Beryl Tales". Die meisten Spiele sind
im Netz kostenlos spielbar, jedoch sind erweiterbare Featurs oft
kostenpflichtig. Jedoch werden keine Zusatzsoftware und kein
Download irgendwelcher Daten benötigt. Browserspiele haben meist
das Bilden von großen Communities zur Folge. Clans oder Allianzen
werden während des Spiels durch diplomatische Beziehungen
gegründet. Dies geschieht vor allem bei Strategiespielen, bei denen
bestimmte Infrastrukturen das Zusammenarbeiten gegen andere
Spielergruppen zulässt, um einen eigenen Vorteil daraus zu
schlagen. Die Chatmöglichkeit und damit der Austausch von
Informationen während des Spiels unterstützt diese Clanbildung.
Jedoch wird das Treffen auch außerhalb des Spiels in so genannten
Foren immer beliebter, um Aktionen und neue Spielzüge untereinander
zu planen.
Die Geschichte der Browsergames
Das erste Browsergame war „SOL“. Dieses
Science-Fiction-Aufbausimulations-Spiel mit Handel, Kriege und dem
Aufbauen von diplomatischen Beziehungen, wurde in Hamburg
entwickelt und nur auf Deutsch und Englisch angeboten. Zum ersten
Mal wurde das Spiel 1995 gestartet. Zwar liegt die Userzahl nur bei
ca. 4000, jedoch existiert das Spiel immer noch. Das in Deutschland
bekanntest Browserspiel mit bis zu 540.000 Usern ist wohl „Die
Stämme“. Auch sehr beliebt sind die Spiele „OGame“, „Travian“ und
„DarbOrbit“.
Verschiedene Arten des Browsergames
Besonders eignen sich Strategiespiele und Simulationen für diese
Art des Spielens. In der Regel wird zwischen clientseitigen und
serverseitigen Browsersgames unterschieden. Clientseitige
Browserspiele, oder auch Flashspiele genannt, benötigen zur
Ausführung im Browser Plugins wie Flash, Java und Shockwave. Diese
Spiele können im Gegensatz zu serverseitigen Games auch ohne eine
Verbindung mit dem Server bzw. Internet auf dem eigenen Rechner per
Browser gespielt werden. Eine andere Form des Browsergames ist die
der serverseitigen Spiele. Diese werden oft auch als Massive
Mulitplayer Online Games bezeichnet, da zuweilen eine große Anzahl
von bis zu hunderttausend Spielern beteiligt ist. Beispiele für
solche Massenspiele sind Simulatoren, Wirtschaftsbauspiele deren
Handlung im Mittelalter oder auf anderen Planeten spielt, Brett-
und Kartenspiele. Die meisten der neueren Spiele-Konsolen, wie die
Xbox 360, PlayStation Portable, PlayStation 3, Nintendo DS und Wii
können auf das Internet zugreifen, und damit die Möglichkeit an
Massive Multiplayer Online Games teilzunehmen. Variationen des
serverseitigen Browsergames sind Forenspiele, zumeist Strategie-
und Rollenspiele, und Chatspiele, die als Echtzeitspiele über einen
Chat laufen oder im Browser gespielt werden. Ein Beispiel für ein
Chatspiel ist eine Quiz-Veranstaltung, indem Fragen mit nein und ja
beantwortet werden müssen und oft moderiert werden, entweder durch
echte Menschen oder Hilfsprogramme.